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Archiv

Verbandspräses Tacker am Jubilé der Synodalteams

Eintrag vom 4. Nov 2025

Tacker und die Vertreter*innen des DACHS-Baus am Jubiläum der synodalen Teams

Es rappelt wieder im DACHS-Bau! Tacker reiste mit zwei jungen Menschen aus der Schweiz nach Rom zum Jubiläum der synodalen Teams vom 24. bis 26. Oktober 2025. Das ist eine wunderbare Beitrag, um die Zukunft der katholischen Kirche mitzugestalten und den jungen Menschen zu ermöglichen, ihre Ideen, Wünsche, Vorstellungen, aber auch ihr tatkräftiges Mitwirken einzubringen. Das Treffen stärkt den DACHS-Bau und das internationale Netzwerk - eine echte Investition in die Zukunft. Auf kath.ch teilt Tacker im Interview seine Erlebnisse in Rom. Der Artikel findet sich hier.  


Rückblick Präsideskurs 2025

Eintrag vom 22. Sep 2025

Erfolgreicher Präsideskurs des VKP und Jungwacht Blauring Schweiz

Am Freitag, 19. September, und Samstag, 20. September, fand der gemeinsame Präsideskurs des VKP und Jungwacht Blauring Schweiz statt. 14 Teilnehmer*innen, die seit kurzem Präses sind, versammelten sich in Wallisellen, um ihre Aufgaben und Rollen besser kennenzulernen und spannende Inputs für die alltägliche Arbeit zu erhalten. Bei der kurzen Wanderung vom Bahnhof zum Pfadiheim lernte sich die Gruppe besser kennen. So wurde auch deutlich, wie unterschiedlich die Hintergründe der Präsides war. Nach dem Einrichten im Pfadiheim, gings gleich zur Sache: Wir beschäftigten uns mit verschiedenen Rollen oder wie wir es nannten, mit den verschiedenen Hüten, die man sich als Präses aufsetzt, und den Kompetenzen, die dafür hilfreich sind. So wurde einerseits, dass es sehr Unterschiedliches braucht, aber niemals ein*e Präses sämtliche Rollen ideal übernehmen kann. Gerade darum ist es wichtig, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen und ein gutes Netzwerk zu unterhalten. Nach dem Mittag lernten alle die Geschichte, die Struktur und die Grundlagen des eigenen Verbandes kennen. Anschliessend fand ein Netzwerkapéro statt, bei dem die Teilnehmer*innen ihre Apéro-Skills trainieren konnten. Die Kursleitung schlüpfte dabei in verschiedene Rollen wie Regierungsrat oder Vertreter der DOK und forderte mit dem den Rollen typischen Verhalten heraus. Weiter gings im Anschluss mit dem Verhältnis Kirche – Jungwacht Blauring / Pfadi. Das Thema bewegte, schliesslich wird es jeweils von Schar zu Schar und Abteilung zu Abteilung unterschiedlich gelebt und nicht selten bestehen unterschiedliche Ansprüche. Es gilt hier vor allem miteinander zu reden, um eine für alle passende Praxis zu entwickeln. Am Abend erlebten die Präses in einer Nachtaktivität Animation Spirituelle. Auf unterschiedlichen Wegen tauschten sie sich zu Fragen aus. Aber nicht nur: Einen Weg gingen sie allein, bei einem Weg wies die eine Person der anderen, die nichts sehen konnte, den Weg. Zum Abschluss gab es Dessert vom Feuer.

Am Samstagmorgen drehte sich zunächst alles um spirituelle Animation beziehungsweise Anispi. Die Teilnehmer*innen lernten die Zugänge und passenden Programminhalte von Pfadi und Jungwacht Blauring kennen. Gleichzeitig wurde das Hintergrundwissen vermittelt oder aktiviert, je nachdem welchen Hintergrund die Präsides hatten. Das Gehörte konnte gleich umgesetzt werden. Zwar nicht ganz praktisch, denn die Aktivitäten wurden nur geplant und bis auf die Ausnahme des Kursabschlusses nicht durchgeführt, aber doch immerhin so, dass sich alle in Gruppen etwas ausdenken konnten und den anderen präsentieren. Nach dem Mittagessen wurde das verantwortungsvolle und bewusste Handeln als Präses thematisiert. Dafür reisten die Präsides in ein fiktives Sommerlager und erlebten dort allerhand. Einige Dinge liefen nicht, wie geplant oder wie es die Grundlagen und die Haltung von Jungwacht Blauring  und Pfadi vorgeben. Dadurch kamen spannende Diskussion zustande, schliesslich war es die Aufgabe der Gruppe, zu intervieren, wenn es nötig oder angebracht ist. Das Sommerlager bot einen fliessenden Übergang zum Thema Krise. Abschliessend erfuhren die Präsides, was Jungwacht Blauring und Pfadi unter einer Krise verstehen und wie gemäss Krisenkonzept gehandelt werden soll. Den Kursabschluss gestalteten die Präses selbst, denn abschliessend wurde ein geplantes Anispi durchgeführt. Wir können auf einen sehr gelungenen Präsideskurs zurückschauen und freuen uns schon auf die nächste Durchführung, die voraussichtlich am 11. und 12. September 2026 stattfinden wird.

Schlussbericht DACHS-Bau Rom

Eintrag vom 2. Jun 2025

Schlussbericht zum DACHS-Bau zur Weltsynode 2024 in Rom 

  • Junge Menschen werden an der Weltsynode gehört und ernstgenommen.
  • Die Beteiligung junger Menschen ist sowohl in der Weltkirche als auch in den Gemeinden vor Ort erwünscht und wird gefördert.
  • Die Kirche geht einen Weg der Reform.
Dies waren die Visionen, welche uns antrieben, mit den Vertreter*innen der Weltsynode 2024 ins Gespräch zu kommen.

Mit Stolz blicken wir auf unser Engagement in Rom zurück.

Wie und ob wir unsere Visionen erreicht haben, kannst du im nun veröffentlichten Projektbericht nachlesen.

 

 Projektbericht herunterladen

Rückblick Präsidestagung

Eintrag vom 17. Mär 2025

Rückblick Präsidestagung

Am 14. März 2025 fand bereits zum vierten Mal die gemeinsame Präsidestagung von der damp, Jungwacht Blauring Schweiz und dem VKP statt. 65 Präsides fanden sich im RomeroHaus in Luzern ein, um Workshops zum Thema «Präses sein heute» zu besuchen. Bevor sich die Anwesenden aber in die vielfältigen Themen vertieften, diskutierte ein Podium, bestehend aus der Pfarreileiterin Livia Wey, dem Scharleiter Marco Steiger und dem Bischofsvikar / Vertreter des Jugendbischofs in der Deutschschweiz Hanspeter Wasmer über aktuelle Herausforderungen. Alle waren sich einig, dass der oder die Präses eine wichtige Rolle ist und die jungen Leiter*innen in den Scharen und Abteilungen unterstützen kann. Es zeigte sich aber auch die Herausforderung, wie Spiritualität und Glaube gelebt werden kann. Die Realität in den Scharen und Abteilungen ist so, dass nur ein Teil der Teilnehmer*innen katholisch ist, manchmal deutlich die Minderheit. Das Podium war sich einig, dass es wichtig ist, niederschwellige Angebote zu schaffen und die Freiwilligkeit zu betonen. Die christlichen Werte werden in der Jubla, in der Pfadi und bei den Minis gelebt, und das soll auch so benannt werden. Für die katholische Kirche, das betonten Livia Wey wie auch Hanspeter Wasmer, sind die Präsides Werbeträger*innen, aber nicht im Sinne einer Plakatsäule, sondern vielmehr im Sinne von Botschafter*innen, die durch ihr Handeln und ihre Persönlichkeit wirken. Einmal mehr wurde klar, Präsides haben eine vielfältige Scharnierfunktion. Und damit sie diese möglichst gut ausüben können, konnten die Anwesenden im Verlauf der weiteren Tagung drei Workshops besuchen. Die Pausen wurden zum regen Austausch genutzt und das Essen schmeckte köstlich. Die gemeinsame Präsidestagung hat sich auch 2025 bewährt und wir freuen uns schon auf die nächste spannende Ausgabe.

Diese Workshops konnten die Präsides besuchen:
•    Freiwilligenarbeit im Wandel.
•    Präses offen für alle: Umgang mit Geschlechtervielfalt und Sexismus im Jugendverband.
•    Religionssoziologischer Blick: Säkularisierung - Fragmentierung - Individualisierung.
•    Beziehungspflege als Präses: Es geht immer auch um mich als Person.
•    Heute handeln für morgen. Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit. Fastenaktion.
•    Auftrittskompetenz durch Improtheater-Spiele. Ivo Bühler, VKP.
•    Die Macht der Vision: Warum tun wir was und wie?
•    Mit Geschichten begeistern.
•    Grenzen achten, Vertrauen schaffen: Ein Workshop zu Prävention, Nähe-Distanz und Machtmissbrauch.
•    Andachten, Wortgottesfeiern und andere Besinnungsformen – die Minis im Einsatz!
•    Wie kommuniziere ich erfolgreich im digitalen Raum?
•    Erfolgreich mit jungen Menschen Projekte und Ideen verwirklichen.

DACHS-Bau Rom

Eintrag vom 9. Okt 2024

DACHS-Bau in Rom – Stirbt die Hoffnung?

Von Ivo Bühler / Tacker

Im Frühling, auf der Suche nach finanzieller Unterstützung für das DACHS-Bau Projekt, wurde mir von verschiedenen Seiten mitgeteilt, dass uns unser Engagement hoch angerechnet würde, sie selbst aber keine grosse Hoffnung mehr auf Veränderungen und in die Weltsynode hätten. Auch meine Hoffnung wurde stark geschmälert. In einer Rede zu Beginn der Synode, erteilte der obersten Glaubenshüter des Vatikans Kardinal Fernandez, dem Anliegen des Frauendiakonats eine klare Absage. Doch wie es scheint, sind wir bereits so synodal unterwegs, dass auch dies nur eine Meinung unter vielen ist …

So fuhr ich mit tiefen Erwartungen zum DACHS-Bau nach Rom. Die Glut meiner Hoffnung auf Veränderung konnte jedoch bereits in den ersten Gesprächen mit verschiedenen Vertreter*innen der Synode wieder Feuer fangen. Im DACHS-Bau Hauptquartier, in den Räumen der Jugendkirche San Lorenzo, einen Steinwurf vom Petersplatz entfernt, begrüssten wir die Vertreter*innen jeweils während ihrer Mittagspause oder am Abend nach den synodalen Gesprächen zum Austausch mit gemeinsamen Essen.
 
Momoko Nishimura aus Japan betonte ihren Eindruck, dass sich die Kirche, wenn auch langsam, vorwärtsbewegt und bereits jetzt Rückschritte unmöglich sind. Julia Oseka aus den USA, im selben Alter wie unsere Teilnehmer*innen, verbrachte die gesamte Mittagspause mit uns und strich heraus, wie gut unsere Lobbyarbeit sei und wie sehr der DACHS-Bau in der Synode bereits wahrgenommen werde. Klara Csiszar, Theologische Beraterin der Synode riet uns, insbesondere auch das Gespräch mit den Synodalen zu suchen, die unseren Haltungen eher kritisch entgegenstehen und Frère Alois aus Taizé erzählte uns beim gemeinsamen Pinzaessen in aller Bescheidenheit, wie er alle bereits festgehaltenen synodalen Aussagen zur Rolle der Frauen in der Kirche zusammenfasste und in einem Plenumsbeitrag vor der gesamten synodalen Versammlung vorlas. In Gesprächen vor der Synodenaula erwähnten anschliessend mehrere Synodenteilnehmer*innen, wie stark und bewegend Frère Alois’ Auftritt wirklich war und zu welch grossem Applaus dieser führte.

Unsere Arbeit mit dem Warten vor dem Synodeneingang und den kurzen Gesprächen mit den Synodalen hat nun Fahrt aufgenommen. Mit unseren Lanyards und den grossen Pässen, welche (zufällig) denen der Synodalen ähneln, unseren DACHS-Bau Baseballcaps und den Buttons, die wir verteilen, werden wir positiv wahrgenommen. Wer uns schon kennt, stellt uns weiteren Synodalen vor. Dies hilft uns, unser Netzwerk zu erweitern und weitere Synodale zu uns einzuladen.

Auch der Besuch beim österreichischen Botschafter am Heiligen Stuhl und die Teilnahme am Oktoberfest für die deutschsprachigen Student*innen ermöglichten uns, unser Netzwerk zu erweitern. Wir hoffen darauf, dass dadurch noch mehr junge Menschen an unser International Youth Gathering und an das anschliessende Gebet mit Gesängen aus Taizé, welches jeweils am Freitagabend stattfindet, teilnehmen werden.

Für die kommenden Tage freuen wir uns auf weitere Treffen mit Synodalen, einen grossen Austausch mit der deutschen Bischofskonferenz und Student*innen aus Deutschland, auf TV-Aufnahmen des SRF mit uns und Helena Jeppesen-Spuhler, mehrere Treffen mit einer grossen amerikanischen Gruppe und einen Besuch bei der Schweizergarde.

Gestern Abend hat mir dann Helena einen Link zu ihrem aktuellen Interview mit dem Pfarrblatt Bern gesendet. Der Titel lautet «Ein päpstliches 'no basta' wird nicht akzeptiert». Das Interview zeigt die Reaktion der Synode auf die anfangs erwähnten Aussagen von Kardinal Fernandez. Solche Zeichen nähren meine Hoffnung, dass sich was am Tun ist und dass unsere Präsenz, wenn auch nur sehr klein, dennoch wichtig ist.

Ich danke unseren Unterstützern (den Landeskirchen Aargau, Solothurn und Bern, dem SKVV, dem Verband der röm.kath. Kirchgemeinden Obwalden, der katholischen Kirche Stadt Luzern und Zug, dem katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen und der Inländischen Mission) für das Vertrauen in unsere Arbeit und hoffe sehr, dass die Resultate der Synode zu einer dynamischen und menschennahen Kirche führen, in der auf Veränderung vertraut werden darf.

Weitere Infos zum DACHS-Bau gibt es auf unserer Homepage und aktuelle News auf Instagram dachsbaurom.


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