
Sauer macht lustig – so sagt man. Ob das wirklich stimmt, hat die KOMPASS-Redaktion für diese Ausgabe im Selbsttest ausprobiert und fotografisch festgehalten. Die Bilder findest du in der aktuellen Ausgabe. Die Gesichter? Alles andere als kontrolliert – obwohl die Zitrone gar nicht so sauer war. Grimassen, zusammengekniffene Augen, spontane Lachanfälle – überraschend komisch und genau passend für dieses Heft.
Dabei ist der Spruch «sauer macht lustig» eigentlich ein Missverständnis. Ursprünglich hiess es «sauer macht gelüstig». Gemeint war Appetit: Saure Lebensmittel regen den Speichelfluss an, bringen den Magen in Bewegung und machen hungrig. Sauer als Startsignal – für den Körper und fürs Essen. Und doch bleibt dieser typische Gesichtsausdruck. Wenn wir in etwas sehr Saures beissen, reagiert unser Körper blitzschnell. Vermutlich ein uralter Schutzmechanismus. Sauer konnte früher auf verdorbenes oder unreifes Essen hinweisen. Heute zeigt sich das nur noch als Grimasse.
In dieser KOMPASS-Ausgabe geht es genau um solche Reaktionen und Zusammenhänge: von Wut über Fermentation bis zum pH Wert und unseren Geschmackssinn.
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