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Rückblick Präsideskurs 2026

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Eintrag vom 17. Sep 2026

Mit vollem Rucksack in die neue Rolle

Siebzehn Präsides bildeten sich Mitte September in Küsnacht an unserem gemeinsamen Präsideskurs mit Jungwacht Blauring Schweiz aus. 

Siebzehn Rucksäcke, siebzehn Geschichten

Der Auftakt führte gleich ins Grüne. Bei bestem Wetter ging es zu Fuss von der Bushaltestelle über Wiesen und durch den Wald zum Pfadiheim Vennes. Schon der Weg war Teil des Programms. Die bunt gemischte Gruppe kam aus allen Ecken der Deutschschweiz. Die beruflichen Hintergründe der Teilnehmer*innen waren so verschieden wie die Wege, die sie zu ihrer neuen Aufgabe und nach Küsnacht geführt hatten. Manche sammelten bereits seit Kindsbeinen Erfahrungen in den Jugendverbänden, andere waren erst vor Kurzem dazugestossen. Genau das machte die ersten Gespräche spannend: Was heisst es eigentlich, Präses zu sein, und was bringt jede und jeder aus dem eigenen Rucksack mit?

Eine Aufgabe, viele Hüte

Präses zu sein heisst, viele Rollen unter einen Hut zu bringen. Mal ist man Begleiter*in, mal Vermittler*in, mal einfach Zuhörer*in. Je nach Situation trägt man einen anderen Hut. Spielerisch probierten die Teilnehmer*innen verschiedene Hüte aus und setzte sich mit den jeweiligen Rollenerwartungen auseinander. Rasch wurde klar, wie wichtig es ist, als Präses eine eigene Haltung zu entwickeln und zu spüren, wann welcher Hut gefragt ist. Beruhigend war die Erkenntnis, dass man nicht von Anfang an alles können muss. In die Präsesrolle wächst man mit der Zeit hinein.

Ein Blick hinter die Kulissen

Gerade für die Präsides mit wenig oder keiner Verbandserfahrung schafften die Sequenzen zu Methoden und Grundlagen von Pfadi und Jubla ein besseres Verständnis für die Arbeitsweise der beiden Verbände. Sie erfuhren, wie die kirchliche Verbandsarbeit entstand, wie die beiden Organisationen aufgebaut sind und welche Haltungen, Grundlagen und Konzepte sie leiten. Interessant war auch die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis der Verbände zur Kirche. In Gruppenpuzzles und offenen Diskussionen ging es um die Frage, wo der Glaube in den Verbänden Platz hat und wie der Präses als Bindeglied zwischen Abteilung beziehungsweise Schar und Pfarrei wirken kann. Ein Netzwerkapéro rundete den Nachmittag ab.

Kerze, Stille und Spiritualität

In der Nacht auf Freitag erlebten die Teilnehmer*innen, wie sich Anispi anfühlen kann. Zu zweit im Dunkel der Nacht unterwegs, über Wasser gehend, blind geführt, diskutierend und in Stille, machten sie sich Gedanken über ihren Haltungen, ihrer Spiritualität und ihrer Rolle als Präses. Mit Blick auf ihre eigene Abteilung entwickelten sie am Samstag in kleinen Gruppen eigene spirituelle Animationen. Ein Input zur Krisenintervention rundete den Tag praktisch ab. Denn Präsessein heisst manchmal auch, in schwierigen Momenten einfach da zu sein.

Als Fremde gekommen, als Freund*innen gegangen

Am Ende fuhren alle mit einer Kursbestätigung, neuen Freundschaften und einem erweiterten Blick auf die eigene Präsesrolle nach Hause. Geblieben sind gute Erinnerungen, viel neues Wissen und die Verbundenheit zu lauter engagierten Präsides. Für ihre Arbeit in den Pfadiabteilungen und Scharen wünschen wir allen viel Freude, gute Begegnungen und ab und zu einen Moment der Stille.

Der gemeinsame Präsideskurs von VKP und Jungwacht Blauring Schweiz wurde von Carol Imboden-Deragisch (Bundespräses Jubla), Luca Belci (ehrenamtlicher Co-Präsident Jubla) sowie Pelé (Verbandsleiter VKP) und Tacker (Verbandspräses VKP) geleitet. Wie jedes Jahr verwöhnte uns Kalif (Pfadi St. Georg Aarau) & Simon mit ihren Kochkünsten.
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